Zusammenhalt und Zuversicht
Die Demokratie ist ein Privileg und man sollte Ideale haben, ja, kämpfen und anpacken für diese Ideale.
Aber: Keiner redet hier mehr gerne darüber, was uns die konkrete Politik an Vorzügen brachte. Stattdessen sind die Politik und „die da oben“ pauschal an allem schuld. Dabei fasst sich kaum noch jemand an die eigene Nase:
- Wir beschweren uns über geschlossene Jugendzentren, unterstützen aber nicht mal mehr den lokalen Sportverein als Ehrenamtliche.
- Wir ärgern uns über vollgemüllte Parks, bringen aber nicht mal den Mut auf, den eigenen Müll mitzunehmen oder beim Nachbarschaftsputz anzupacken.
Der Zusammenhalt fällt auseinander und gemeinsame, soziale Projekte fehlen. Den Menschen ist es darum mittlerweile scheißegal, was sie wählen – Hauptsache ein Denkzettel, selbst wenn es die eigenen Werte untergräbt. Politikverdrossenheit, wohin man auch schaut.
Erklärt nicht immer die Politiker für eure persönliche Misere verantwortlich! Jeder sollte sich für die Gemeinschaft einsetzen:
- Verzicht & Rücksicht: Jeder muss auch mal Abstriche machen. Wenn im Viertel eine neue Unterbringung für Geflüchtete oder ein Radweg gebaut werden soll, bringt es nichts, reflexartig „Nicht in meinem Vorgarten!“ zu schreien.
- Soziale Sicherheit: Arme und Bedürftige müssen würdevoll leben können. Eine Alleinerziehende darf sich nicht zwischen Schulbedarf für die Kinder und einer warmen Mahlzeit entscheiden müssen.
- Gemeinwohl vor Profit: Es geht nicht darum, den eigenen Gewinn radikal zu maximieren. Wenn Wohnungskonzerne Mieten ins Unbezahlbare treiben oder Unternehmen Gehälter drücken, nur um die Dividende zu steigern, macht uns dieser ungebremste Kapitalismus kaputt.
Es geht nicht um Neid, Missgunst und das ständige Vergleichen („Warum kriegt der andere was und ich nicht?“), sondern um echten Zusammenhalt und Zuversicht. Die entscheidende Frage lautet: Was ist wirklich das Beste für uns alle und unsere Kinder?