The love at the sea
An weiten Meeresstaden
in stiller Einsamkeit,
da glaubt ich Lieb gefunden,
die trug mich leicht und weit.
Wir meinten, sie blieb ewig,
verknüpft durch Raum und Zeit,
so inniglich und leise,
voll warmer Zärtlichkeit.
Doch schwand sie fern im Dunkeln,
verlor sich mit der Zeit;
wir trugen nur noch Wunden
und stritten Seit an Seit.
Was ist uns nur geschehen
in diesem engen Lied?
Wir griffen nach dem Ew'gen –
und brachen unsere Lieb.
Der eine ward zu kleinlich,
dem andern ward's zu viel;
aus einem Wort erwuchs uns
ein kaltes, stummes Ziel.
Der eine wurd persönlich,
der andre nahm's zu schwer;
so fand in bittrer Stille
kein Wort zum andern mehr.
Da starben leis die Träume,
zerfielen Raum und Zeit;
Die Worte sich verleumdet,
kein Herz zur Nähe bereit.
Und plötzlich – zwischen Sätzen –
ward nichts mehr, das uns hielt.
Nur Stimmen, die zerfetzten,
nur Liebe, die zerfiel.
Da gingen wir der Wege,
der eine mit dem Lied,
das ihn noch tief beweget,
der andre schweigend blieb.
Uns war wohl nicht beschieden
zur rechten Stad Gezeit,
dass Liebe sollte bleiben –
sie trieb ins Meer so weit.
Den Glanz des Meeres wieder
vermein ich oft zu sehn;
doch zog sie weiter ferne,
um andre zu umwehn.
Doch manchmal auf den Wellen,
wenn Abendlichter glühn,
mein ich den Schein zu spüren
und seh sie weiterziehn.
Dann weiß ich: Was verschwunden,
vergeht nicht gänzlich hier –
das Meer trägt fort die Liebe,
doch nicht die Spur von ihr.
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