Growing and passing
Today I revised a poem from 2019 about the cycle of life and death, adding a certain melody to it so that it unfolds a richness of color and rhythm without feeling overwhelming. Enjoy!
Die Form zerbricht, es glüht ein Werden,
das Schaffen öffnet was im Herzen währt.
Dem Sein erwächst, was will dich Neues lehren,
Bis Licht und Schatten sich zur Einheit kehrt.
Die Muße weilt, doch Lust, die wird verwehen,
Im steten Lauf, will immer weitergehen.
Erhärtet nicht im Gang der alten Zeit,
Sie trägt euch sonst zur matten Müdigkeit.
Denn Neues stärkt, was einst verging,
Und alte Pforten weit sich schwingen —
Die Dinge offen legen lieblich weich,
So stirbt die Welt und fließt dahin zugleich.